Gulaschkessel

Die Welt der ungarischen Gulaschkessel

Im Laufe der Zeit haben sich viele Gerichte aus der ganzen Welt auch in unserer heimischen Küche etabliert. Dazu zählt natürlich auch das ungarische Gulasch. Wer sich näher mit der ungarischen Kochkultur auseinandersetzt, wird dann auch das Eine oder Andere über die ungarischen Viehhirten und deren bevorzugtes Kochutensil, den Gulaschkessel, erfahren. Der traditionelle Name dieses Kessels lautet Bogrács. Die Viehhirten der Puszta hatten damals selbstverständlich keine komfortable Küche samt elektrischem Herd zur Verfügung. Das Essen musste in der freien Natur über einem offenen Feuer zubereitet werden. Es erklärt sich deshalb von selbst, dass ein Gulaschkessel sehr robust war und höchsten Anforderungen an seine Qualität genügen musste. Da Hirten natürlich sehr viel unterwegs waren, musste deshalb auch das Kochgeschirr immer mittransportiert werden. Neben der Robustheit spielte deswegen auch die einfache Reinigung der Gulaschkessel eine wichtige Rolle. Der Kessel war somit für die Hirten der Puszta ein unverzichtbarer Bestandteil ihrer Lebensweise. Sie kochten darin meist Eintöpfe aus Rindfleisch, welches sie mit verfügbaren Zutaten wie Knoblauch, Paprika oder Kartoffeln verfeinerten. Über mehrere Jahrhunderte hinweg hat sich somit eine sehr interessante und vielseitige Kochkultur in Ungarn entwickelt. Dank der Viehhirten hat der Bogrács nach wie vor einen sehr hohen Stellenwert in dieser Kochkultur, sehr viele bekannte Gerichte des Landes werden darin zubereitet. Die Eintopfgerichte und ihre Art der Zubereitung im Kessel geben der Landesküche einen sehr bodenständigen Charakter. Die Auswahl der Kesselgerichte ist sehr groß und natürlich lässt das Kochen damit auch großen Raum für Kreativität. Im Hinblick auf die ungarische Küche Küche genießen Paprika, verschiedene Wurstsorten, Zwiebeln und Knoblauch einen sehr hohen Stellenwert. Was auch immer zubereitet wird, das Kochen im Gulaschkessel ist für die Ungarn in etwa das, was bei uns das Grillen bedeutet. Es eignet sich wunderbar für gesellschaftliche Zusammenkünfte, die Leute kochen und genießen zusammen. Das Kochen über offenem Feuer hat dazu noch etwas abenteuerliches und bietet eine gute Abwechslung zum sonst so durchorganisierten Alltag.

Die richtige Zubereitung mit einem hochwertigen Gulaschkessel

Das Kochen mit einem originalen Gulaschkessel erfordert bei der Zubereitung teilweise andere Schritte, als man dies sonst aus der Küche gewohnt ist. Zum Einen ist der Kessel konisch geformt, während der Boden leicht abgerundet ist.

In der Kochpraxis bedeutet dies, dass das Kochen mit geschlossenem Deckel nicht erforderlich ist. Das beliebte und ganz spezielle Raucharoma der Speisen entsteht eben auch durch die nach oben hin geöffnete Form beim Gulaschkessel, der Rauch des Feuers zieht somit in das Essen hinein und verleiht ihm seinen ganz eigenen, rauchig aromatischen Charakter. Wer sehr traditionell kochen will, verwendet zum Aufhängen des Kochgeschirrs ebinen stabilen Holzstock, zeitgemäßer und vielleicht auch ein wenig praktischer ist die Positionierung mit einem Dreibein. Letztere Möglichkeit ist übrigens in Ungarn heutzutage auch gängige Praxis. Die Höhe des Kessels kann mit einem Dreibein variabel eingestellt werden, die optimale Höhe liegt zwischen 50 und 80 Zentimetern über dem Boden.

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